Als Blogger, wenn du dich bei Firmen und Agenturen vorstellen möchtest, benötigst du ein eigenes Media Kit. Natürlich ist es kein Muss, aber sofern du vorhast, professionell aufzutreten, ist es absolut ratsam. Zudem erleichtert dies die Arbeit für alle, erspart eine Menge Zeit und evtl. vielfachen E-Mail-Verkehr.

Was ist ein Media Kit?

Ein Media, ist ein Dokument indem alle wichtigen Fakten über dein Blog verzeichnet sind. Hierbei geht es nicht ausschließlich um Zahlen wie Reichweite oder Follower im Social Media, zusätzlich bekommen potenzielle Kooperationspartner einen Überblick über dich und deinen Blog. Letztlich ähnelt es einer Bewerbung, du stellst dich damit Partnern vor!

Was gehört in dein Media Kit?

Kurz und knapp: Daten, Fakten & persönliches!

Stelle dich vor!

  • Wer bist du, wer schreibt im Blog?
  • Bist du von Beruf Blogger oder kannst deinen Beruf damit verbinden?
  • Hast du Hobbys, die für dein Blog relevant sind?
  • Ein Bild von dir ist ratsam. Bestenfalls das gleiche, was du auch auf deinen Kanälen verwendest.

Bloginfos

  • Seit wann gibt es dein Blog?
  • Wie ist die Entwicklung?
  • Was sind die Themenschwerpunkte?
  • Wie oft werden Beiträge veröffentlicht?
  • Welche sind deine TOP-Artikel?
  • Was macht dein Blog aus?

Blogstatistik 

  • monatliche Pageviews & Durchschnitt der letzten drei Monate
  • monatliche Unique Visitors & Durchschnitt der letzten drei Monate
  • Wie alt sind deine Leser?
  • Aus welchen Ländern stammen deine Leser?
  • Verweildauer deiner Besucher?
  • Wie viele Follower hast du in deinen einzelnen Kanälen?
  • Gib mit an, woher deine Zahlen stammen! (z. B. Google Analytics)

Auszeichnungen & Testimonials

  • Wurde dein Blog schon ausgezeichnet? (z. B. Liebster Award)
  • Haben schon andere über deinen Blog berichtet? Verlinke den Artikel!
  • Gibt es evtl. schon Kooperationspartner, die positives Feedback hinterlassen haben und deren Worte du zitieren darfst?
  • Warst du bereits in Zeitungen, Magazinen oder anderen Medien?

Rahmenbedingungen für Kooperationen

  • Was bietest du deinen Partner an? Textlinks, Banner, Platzierungen im Newsletter, Sponsored Posts, Produkttest, Veranstaltungen von Gewinnspielen usw.
  • Gib bei Bannerbuchungen Formate und Größen mit an – z. B. jpeg und 60 KB.
  • Deine Preise kannst du direkt angeben oder separat verhandeln, sofern du sie ins Media Kit aufnehmen willst, denke auch daran, die Laufzeiten festzulegen.
  • Zahlungsmodalitäten angeben!

Wie erstelle ich ein Media Kit?

Es hat sich etabliert, das Media Kit im Power Point zu erstellen, dort sind viele Möglichkeiten gegeben und die Aktualisierungen sind auch sehr einfach. Nachdem die Erstellung vollendet ist, kann man es als PDF Datei abspeichern, was wiederum als Versand per Mail oder der Bereitstellung im Blog geeignet ist. Kennst du dich mit Word besser aus oder nutzt OpenOffice? Auch hier lässt sich ein Media Kit anlegen – bei den meisten Programmen ist der Export als PDF integriert. Falls es mal nicht der Fall sein sollte, gibt es Freeware, die du nutzen kannst, um dein Media Kit in ein geeignetes Format zu bringen. Wichtig: Gerade wenn viele Bilder im Media Kit vorhanden sind, kann es die Datei schon mal zum Sprengen bringen und Größen von über 40 MB sind keine Seltenheit. Du solltest die Bilder daher komprimieren, damit du schlussendlich nicht zu viele Daten versenden oder bereitstellen musst. Manche Provider haben nämlich eine Begrenzung, was das Volumen der Dateien betrifft und für den Empfänger ist es auch nicht unbedingt das Wahre, wenn er so viel herunterladen muss. Bedenke also, dein Media Kit auf höchstens 10 MB zu komprimieren – die Größe hat sich mittlerweile bewährt. Umso kleiner, desto besser!

Outfit des Media Kit

Zuerst hatte ich überlegt, eine Vorlage zur Verfügung zu stellen, nun aber bewusst darauf verzichtet. Ganz einfach aus dem Grund, dass du dich selbst intensiv mit deinem Media Kit beschäftigst. Was haben potenzielle Kooperationspartner davon, wenn sie hunderte (fast) identische Kits erhalten? Wo bleibt da die Exklusivität? Dein Media Kit soll schließlich mit dem Design deines Blogs zusammen passen – wer weiß das besser als du? Schau dir demnach einige Beispiele in der Googlesuche an, es sind wirklich sehr viele zu finden. Oder die extra erstellte Vorlage von GourmetGuerilla ist auch sehr ansprechend und ein toller Anhaltspunkt! Wichtig: Farben und Schriftart sollten harmonieren. Nutze also welche, die du auch in deinem Blog anwendest. Das gleiche gilt selbstverständlich für Bilder und dein Logo, sofern du eins hast.

Integration in dein Blog

Du kannst dein Media Kit zum Download anbieten. Erstelle dafür einfach eine separate Seite und integriere die PDF Datei. Denke aber daran, dass somit jeder Zugriff auf deine Daten hat. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Media Kit bei dir anzufordern. Mache es allen Interessenten so einfach wie möglich und baue ein Kontaktformular auf deiner Media Kit Seite des Blogs ein.

Vielleicht klingt das alles erstmal ziemlich viel und auch etwas verwirrend, was bestimmt beinahe jedem so erging, bevor das eigene Media Kit erstellt wurde. Klar, du machst dich nackig – vollkommene Transparenz, aber wir lieben schließlich, was wir tun und haben nichts zu verbergen. Sei kreativ und geduldig mit dir selbst – kein Meister ist vom Himmel gefallen!

 

 

Autorin & Blogmama, die immer was zu sagen hat – leicht tollpatschig und im geordneten Chaos lebend. Dennoch von einer sozialen Ader geprägt, zuverlässig und nie ohne Notizbuch unterwegs.